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19.05.2020

Impuls vom 20.05.2020 - Christi Himmelfahrt


Christi Himmelfahrt, nach dem Gipfeltreffen 
- Auftrag an uns?

Ja, es ist wieder Feiertag, wie so oft im Mai und Juni - sehr schön! 

Aber so recht kommt die Freude in diesem Jahr nicht auf, können wir doch an diesem Tag nicht, wie in den Jahren zuvor, unbeschwert ausschwirren und voraussichtlich nicht  das seit Monaten geplante, verlängerte Wochenende für Städtetouren oder Männerfahrradtouren am „Vatertag“… nutzen.

Das kleine Virus Covid 19 hat eine weltweite Krise ausgelöst  -  hat auch etwas mit uns gemacht, den normalen Ablauf unterbrochen, uns hilflos gemacht, zumindest irritiert.

Eine Krise bietet aber auch die Chance, etwas neu in den Blick zu rücken.Wagen wir den Blick in den Himmel, in die Weite, die, zurückgekehrt, alles in einen anderen  Zusammenhang erscheinen lässt, in ein anderes Licht rückt, vielleicht sogar ins rechte und eine neue Lebensperspektive schenkt.

Christi Himmelfahrt – wer kennt die BedeutungWer fragt danach noch? Was feiern wir an diesem Feiertag?  Wie  lange wird dieser Tag noch als Feiertag  deklariert, wenn sich die Bedeutung den Menschen nicht mehr erschließt oder sie nicht interessiert? 

Es ist ein christliches Fest. Mich macht es neugierig, die Bibelstelle Mt 28,16-20 dazu zu lesen. Bei dem Evangelisten Matthäus steht: 

„Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg …und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel.“

Die Freunde Jesu treffen Jesus auf einem Berg, den er ihnen genannt hatte. Ein Berg ist ein wichtiger Ort für wichtige Treffen, an denen Bedeutsames besprochen und beschlossen wird - bis heute - bei den sogenannten Gipfeltreffen. 

Sie müssen sich von Jesus verabschieden, sie können nicht mit ihm weiterziehen, er verlässt sie. Er versichert ihnen jedoch, dass er im Himmel und auf Erden „Vollmacht habe“, d.h. die Geschicke kennt und leitet.

Da kommen vielleicht manch einem heute Zweifel an Jesus, wie er das sagen kann. Damals bestanden auch bei einigen seiner Vertrauten Zweifel, es steht: „Einige aber hatten Zweifel“, anderen schenkt diese Aussage Kraft und Sicherheit.

„Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch gelehrt habe.“  So die Anweisung, Empfehlung.

Christi Himmelfahrt – 40 Tage nach Ostern

Das, was wir in der Bibel lesen, ist  ein gutes Konzept. Jesus geht, er hat alles gesagt und getan. Die Spitzen seiner Anhänger, seine engsten Vertrauten lädt er zuvor ein zu einem Gipfeltreffen auf einem bekannten Berg in Galiläa, in der Gegend, wo alles begann.

Er gibt ihnen einen klaren Auftrag, bevor er sie an ihre Lebensorte entlässt,er vertraut ihnen, er traut ihnen zu seine Botschaft weiterzugeben.

Den Inhalt  kennen alle.

Wir auch - oder?

Wir können uns an diesem Festtag und in dieser besonderen Zeiteinladen lassen und uns den Inhalt der christlichen Botschaft vor Augen führen, überlegen, zu wem wir gehen würden und was ist uns von der christlichen Botschaft so wichtig,  dass wir es weitergeben.

Das Konzept ist klar, nun kommt es auf die Ausführung an, für die Jünger damals so auch für uns heute, wir können uns fragen in Anlehnung an die Botschaft Jesu Christi:

Wo war ich, als mein Nachbar krank war?

Wo war ich, als ich vom Hunger in anderen Ländern gehört habe?

Wo war ich, als ich von den ungerechten Arbeits- und Lebensbedingungen der MitarbeiterInnen einer Fabrik erfahren habe?

Was mache ich, wenn ich von den menschenunwürdigen Situationen der Flüchtlinge auf der Insel Lesbos höre?

Von den Unverstandenen, von den Einsamen in meinem Haus, in meiner Straße…?

Jesus sagt: „Steh auf und geh!“ Das oberste Gebot ist die Liebe. Weiter sagt er: Fürchte dich nicht! Du bist nicht allein. „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Mt 28, 20

                     Margret Dieckmann-Nardmann

 

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